Initiative NaT
Projekte
Schulen
Unternehmen
Hochschulen
Medien
Suche
Energiegewinn rechnet sich auch in unseren Breiten
Verfasst von NaT am 31. Juli 2009 - 22:06
Interview mit Prof. Dr. Timon Kampschulte, HAW Hamburg Fakultät Life Science
NaT: Herr Prof. Kampschulte, die Suche nach alternativen Energiequellen ist heute ein großes Thema. Ist mit Photovoltaik in unseren Breiten überhaupt mehr Energie zu gewinnen, als für die Herstellung der Systeme aufgewendet werden muss? Auch in unseren Breiten können Sie mit Solarzellen soviel elektrische Energie ernten, dass sich der energetische Aufwand je nach Zellentyp nach eineinhalb bis drei Jahren amortisiert hat. Bei einer typischen Lebensdauer von 20 – 30 Jahren hat das System also ein Vielfaches der Herstellungsenergie wieder eingespielt.
NaT: Und wie sieht es auf der finanziellen Seite aus? In der Tat ist Strom aus Solarzellen heute noch recht teuer. Man muss aber sehen, dass die Branche enorme Anstrengungen unternimmt, die Kosten zu senken. So konnten in den letzten zehn Jahren die Stromgestehungskosten, die anfallen um Sonnenenergie in Strom umzuwandeln, um mehr als 40 Prozent gesenkt werden. Um die weitere Entwicklung zu fördern und die industrielle Serienfertigung anzukurbeln, hat die Bundesregierung ja Einspeisetarife nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt, so dass jede Kilowattstunde Solarstrom, die ins Netz eingespeist wird, vergütet wird. Das kann sich für den privaten Anlagenbetreiber schon nach 10 bis 15 Jahren rechnen, je nach Standort.
NaT: Gibt es denn auch Bereiche, in denen Photovoltaik schon heute ohne Förderung auskommt? Na klar! Schauen Sie sich netzferne Anwendungen an wie solar betriebene Parkscheinautomaten oder Relaisstationen für den Mobilfunk in den Bergen. Hier ist die Versorgung mit Solarzellen viel günstiger als das Verlegen einer Stromleitung.
