Initiative NaT
Projekte
Schulen
Unternehmen
Hochschulen
Medien
Suche
Interview mit Nathalie (17), Carl-von-Ossietzky Gymnasium, Profilkurs „Natur, Technik, Gesellschaft“
Verfasst von Deike Uhtenwoldt am 31. Mai 2010 - 11:59
Auf dem Weg zur Naturwissenschaftlerin: Nachdenken über die Welt und die Zusammenhänge
Es ist gut, die Dinge aus unterschiedlichen Richtungen zu betrachten. Zum Beispiel haben wir ja auch Philosophie in unserem Profil. Da haben wir uns mit Philosophen beschäftigt, die eigentlich Naturwissenschaftler waren und wie die darauf gekommen sind. Das war sehr interessant. Nat: Nathalie, was hat die Kooperation mit der Hochbahn mit Deinem Unterricht zu tun? Wir sind ein Physikprofil, unser Oberthema ist die Energie und wir haben uns mit elektrischen Feldern und Energiespeicherung durch Kondensatoren beschäftigt. Das passt schon.
Nat: Und wie hat Dir die Exkursion heute gefallen? Das war sehr informativ. Es war zwar nicht so praxisbezogen, weil wir nicht selbst etwas tun konnten, aber dafür echt interessant.
Nat: Werden Dich die Themen noch über den Tag hinaus beschäftigen? Ich bin auf jeden Fall naturwissenschaftlich gepolt und möchte Chemie studieren. Das hat mich schon interessiert, bevor es in der Mittelstufe zum Schulfach wurde. Daher habe ich mich auch für eine Berufsausbildung zur CTA (Chemisch-Technischen Assistenz, Anm. d. Red.) parallel zur Oberstufe entschieden.
Nat: Das bedeutet, Du fährst zweimal die Woche ins Gymnasium Altona, um Dich dort im Labor ausbilden zu lassen. Ist die Doppelbelastung Abitur plus Ausbildung nicht zu anstrengend? Anstrengend ist es schon, wenn man nach einem langen Schultag noch mal vier Unterrichtsstunden dranhängt und allein für die Wege über zwei Stunden draufgehen. Aber es macht auch Spaß, in einem hochmodernen Chemielabor zu arbeiten und ich bin nicht allein: zwei weitere Kursteilnehmer aus unserem Profil absolvieren die Ausbildung mit mir zusammen.
Nat: Die Ausbildung setzt voraus, dass Du mindestens einen vierstündigen Chemiekurs und einen Grundkurs Physik belegst. Wie wichtig ist die Mathematik? Mathe ist die Basis, auf die alles aufbaut. Wenn man da einmal etwas nicht verstanden hat, geht so gut wie nichts mehr und man verhaut die Arbeit. Aber das, was man einmal begriffen hat, kommt immer wieder zu Anwendung und geht nicht verloren. Das ist alles ganz logisch aufgebaut.
Nat: Ihr seid der erste Jahrgang der neuen Profiloberstufe. Wie zufrieden bis Du damit? Das Gute an der Profiloberstufe ist die fächerübergreifende Zusammenarbeit. So ist auch heute unser Chemielehrer bei der Exkursion dabei und wir haben uns sowohl in der Chemie als auch in der Physik mit Kondensatoren beschäftigt. Es ist gut, die Dinge aus unterschiedlichen Richtungen zu betrachten. Zum Beispiel haben wir ja auch Philosophie in unserem Profil. Da haben wir uns mit Philosophen beschäftigt, die eigentlich Naturwissenschaftler waren und wie die darauf gekommen sind. Das war sehr interessant.
Nat: Und die Nachteile? Das ist schon sehr anstrengend und die Wahlmöglichkeiten sind stark eingeschränkt. Philosophie beispielsweise hätte ich nicht gewählt, wenn ich gekonnt hätte. Auch wenn mich der Zusammenhang zwischen Naturwissenschaftlern und philosophischen Strömungen beeindruckt hat.
Hochschul- oder Kooperationsbericht:

