Seit 50 Jahre für mehr Sicherheit im Kernkraftwerk

Interview mit Dr. Thomas Riekert, Bereichsleiter Kerntechnik, TÜV NORD SysTec

NaT: Herr Dr. Riekert, was sind die Aufgaben der TÜV NORD Gruppe in einem Kernkraftwerk? Im Auftrag der Aufsichtsbehörden prüfen wir, ob die Vorschriften eingehalten werden und die Behälter, Rohrleitungen, Pumpen, Armaturen sowie die gesamte Elektrik den gestellten Qualitätsanforderungen entsprechen. Zudem überwachen wir, dass keine unzulässige Strahlung auftritt. Dafür beschäftigen wir insgesamt 500 Ingenieure und andere Naturwissenschaftler, die beispielsweise die Betriebslasten berechnen und prüfen sowie sich vor Ort überzeugen, dass die Anlage in Ordnung ist.

NaT: Störfälle sind gerade aktuell ein ganz großes Thema – wie sicher sind die Sicherheitsvorrichtungen? Es bedarf vieler Sicherheitseinrichtungen, um Störfälle mit Freisetzung radioaktiver Stoffe auszuschließen: Nach dem Redundanzprinzip muss es immer mehrere Sicherheitseinrichtungen für dieselbe Aufgabe geben, so dass auch im Falle eines Ausfalls ein Störfall immer noch beherrschbar wäre.

NaT: Was sagen Sie Lehrern, Eltern und Schülern, denen die Themen Kernkraft, Energieverbrauch und Klimaschutz Zukunftssorgen bereiten? Seit 50 Jahren arbeiten wir intensiv an der Sicherheit von Kernkraftwerken mit und tragen dazu bei, dass die deutschen Kernkraftwerke zu den sichersten der Welt zählen. Die TÜV NORD Gruppe engagiert sich selbst aktiv im Klimaschutz, berät zur Gebäudesanierung sowie zur Energieeinsparung und erteilt das TÜV-Zertifikat „Aktiver Klimaschutz“, das sich an den Klimaschutzzielen der EU orientiert.

Organisationen

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