Schüler engagieren sich - Auch Bremsen will gelernt sein

HOCHBAHNaktuell Oktober 2011, von jmk. Im Fünf-Minuten-Takt laufen die U-Bahnen in die Haltestellen ein. Dass gerade das Bremsen eine Kunst ist, vor allem, wenn es punktgenau und energieeffizient sein soll, merkt ein Laie kaum. Nicht nur U-Bahn-Fahrer müssen sich immer wieder mit dem ,,richtigen Bremsen" beschäftigen, auch die Schüler der Stadtteilschule Walddörfer taten das im Rahmen der „Initiative Naturwissenschaft & Technik (NaT)“, die Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen zu naturwissenschaftlichen und technischen Themen vermittelt. So wurden etwa 20 technikbegeisterte 16- bis 17-Jährige für einige Monate freie HOCHBAHN-Mitarbeiter bei Jürgen Kunzendorf, Fachbereichsleiter Kommunikationssysteme (BIZ2). „Die Schüler sollten überlegen, wie können wir pünktlich, schnell und gleichzeitig energieeffizient fahren?“, erzählt er. Nach einer Einführung und einer Messreihe, die die Schüler bei unzähligen U-Bahn-Fahrten durchführten, war klar: Beim Bremsen kann man sparen! Denn zu frühes oder zu spätes Bremsen vergeudet Energie. Mithilfe eines Simulationsprogramms stellten die Schüler im Mai 2011 ihre Ergebnisse vor: Fünf Prozent des Energieverbrauchs könnte man mit effizientem Bremsen einsparen. Viel Geld bei jährlichen 8,8 Millionen Euro Stromkosten für U-Bahn-Fahrten. Doch jeder Fahrer bremst anders, außerdem hängt es vom Fahrzeug ab, wie gebremst werden muss, von der Beladung oder der Witterung. Zu viele Faktoren für einen Menschen, und damit ein Fall für ein Bremsassistenzsystem. Das ist aktuell kein Thema bei der HOCHBAHN, doch bekannt ist eine solche computergestützte Funktion beispielsweise von der Wiener U-Bahn.

Ein wirkliches Bremsassistenzsystem konnten die Schüler natürlich nicht entwickeln. „Das war auch nicht das Ziel“, erklärt Jürgen Kunzendorf, „es ging darum, die jungen Leute für technische Themen zu interessieren und sie praktisch einzubinden - mit einem vernünftigen und wichtigen Thema. Die Schüler waren sehr engagiert und hatten komplexe, interessante Ansätze.“ 2012 wird eine andere Klasse das Projekt weiterführen. „Mal sehen, was es dann für Anstöße gibt“, freut sich Jürgen Kunzendorf. Auch der Bereich Energieanlagen (BIE) engagiert sich bei der Initiative NaT: Seit 2010 erläutert Abteilungsleiter Frank Steinhorst Schülern im Rahmen von Führungen und Vorträgen das Thema Energiespeicher.

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Die HOCHBAHN: Seit 100 Jahren die Zukunft im Blick

Die Hamburger Hochbahn AG ist mit über 4400 Mitarbeitern eines der größten Unternehmen Hamburgs. Täglich befördert sie auf drei U-Bahn-Linien und 120 Buslinien mehr als eine Million Fahrgäste.

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