Der allwissende Lehrer fehlt

Interview mit Andreas Sommer, Forschung und Entwicklung Notfallmedizin bei Weinmann

NaT: Was unterscheidet die Entwicklungsarbeit von der Arbeit im Physikunterricht? Ein ganz wichtiger Aspekt ist, dass der allwissende Lehrer fehlt. Wenn wir Lösungen finden, müssen wir selbst sicherstellen, dass sie auch richtig sind. Zudem ist unsere Entwicklungsarbeit relativ langfristig angelegt, nach zwei oder drei Jahren steht – und das ist ein weiterer Unterschied zur Schule – als Ergebnis ein Produkt, das wir vermarkten können. Solch ein Produkt kann zum Beispiel ein neues Beatmungsgerät für die Notfallmedizin sein.

NaT: Welche Rolle spielt die Sensorik? Sensorik ist für uns ein sehr wichtiges Thema. So nutzen wir beispielsweise spezielle Drucksensoren für die Steuerung von Beatmungsgeräten oder für die Überwachung von Patienten.

NaT: Welche Herausforderungen sehen Sie im Bereich der Medizintechnik? Zum einen die Zuverlässigkeit der Produkte: medizinische Geräte müssen immer sicher funktionieren – davon hängen gegebenenfalls Leben ab! Zum anderen die Innovativität: wir setzen ständig neue Technologien ein und wollen daraus auch neue Produkte ableiten. Das bedeutet, dass wir uns ständig weiterbilden und immer auf dem neuesten Stand der Technik sein müssen. Neugier auf Neues ist eine ganz wichtige Eigenschaft für unsere Mitarbeiter.

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Ein Unfall, die Situation ist unübersichtlich und kritisch. Jetzt kommt es auf Sekunden an: Kann der Retter intuitiv und sicher mit dem Beatmungsgerät oder Defibrillator zur Reanimation umgehen?

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