Wir sind der Consumer-Technologie voraus

Interview mit Diplom-Ingenieurin Verena Waldmann, Forschung & Entwicklung Olympus Surgical Technologies Europe

NaT: Wie sind Sie zu Ihrem Arbeitsplatz gekommen? Ich habe Medizintechnik studiert und bei Olympus meine Diplomarbeit im Bereich Elektronik geschrieben. Seit 2006 bin ich nun hier als Entwicklungsingenieurin für Elektronikkomponenten beschäftigt.

NaT: Wie muss man sich ein Endoskop genau vorstellen? Ein Endoskop kann je nach Einsatzgebiet und Befund starr, das heißt aus einem festen Rohr, oder flexibel, also ein biegsamer Schlauch, sein. Es besteht aus einer Kaltlichtquelle als Beleuchtung und einem optischen System. Das optische System leitet das Licht von der Lichtquelle an der Spitze des Endoskops. Je nach Bedarf kann der Chirurg verschiedene Handinstrumente wie Greifzangen oder Scheren in den Körper einführen. Insofern ist die Endoskopie einerseits eine diagnostische Methode, andererseits ein chirurgisches Verfahren.

NaT: Was wird bei einer Endoskopie genau gemacht? Als erstes wird meist durch einen kleinen Schnitt Gas, häufig Kohlendioxid in den Bauchraum eingeleitet. Dadurch wird die Bauchdecke angehoben und die genaue Betrachtung, gegebenenfalls auch Behandlung der dort eng beieinander liegenden Organe ermöglicht. Die Kamera im Endoskop bildet das Körperinnere dann auf einem großen Monitor im Operationssaal ab.

NaT: Welches sind die Technologien der Zukunft in der chirurgischen Endoskopie? Wir sind der Consumer Technologie voraus: Die Bauchspiegelung mit einem Video-Laparoskop bringt die Präzision von HDTV in die Operation und setzt neue Maßstäbe. Ein speziell entwickelter Videochip liefert Bilder von einer Klarheit und Auflösung, die selbst kleinste Details sichtbar machen.

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