Brücken planen, bauen und zerstören: Oberstufenschüler in Kooperation mit Bauingenieuren und Architekten

Was macht eigentlich ein Bauingenieur? 25 Schülerinnen und Schüler, die sich für das Technikprofil im Oberstufenverbund des Gymnasiums Osterbek entschieden haben, gehen dieser Frage in der Praxis nach. Im Rahmen der Projektwoche ihrer Schule vom 26. bis 30. September begutachten sie HafenCity-Brücken und entwerfen ihr eigenes Modell am Zeichenbrett. Für die Berechnung und Beratung stehen ihnen Bauingenieure der Büros WTM sowie KED zur Seite.

Und was muss man tun, um Bauingenieur zu werden?  Im zweiten Teil der Projektwoche planen,  bauen und binden die Schülergruppen an der HafenCity Universität HCU bis zu zwei Meter lange Pappbrücken, die sie am Ende auch wieder selbst zerstören: Welche Brücke trägt das größte Belastungsgewicht, lautet die spannende Frage, für deren Beantwortung die Schüler Stein auf Stein auf ihre Pappmodelle legen.

Damit geht die Brückenbauwoche im Gymnasium Osterbek nun schon zum dritten Mal an den Start. Mit steigenden Schülerzahlen. Ein Grund mehr für die Projektleiter der Knabe Enders Dührkop Ingenieure GmbH, kurz KED, in die Kooperation einzusteigen:  „Nachwuchs so früh wie möglich für die Bauplanung und Umwelttechnik zu gewinnen, ist unser oberstes Anliegen“, erklärt Michael Schöner, geschäftsführender Gesellschafter der KED das Engagement des Bahrenfelder Büros. Für die Mitstreiter am Ballindamm ist das eine willkommene Entlastung: „Alleine konnte unser Büro den Ansturm der Schüler nicht mehr stemmen“, betont Stefan Ehmann, einer der drei WTM Geschäftsführer.

Im zweiten Teil der Projektwoche ist es vor allem an Professor Michael Staffa, die Entwürfe der Schüler nach technischen,  ästhetischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu bewerten: „In den letzten beiden Jahren sind die Schüler mit sehr viel Eifer und Ideenreichtum an das Projekt herangegangen “, lobt der Experte für Tragwerksentwürfe. Und mit einer Menge neuer Eindrücke auch wieder hinaus: „Das schafft Erfahrungen, die der Schulalltag so schnell nicht wieder bietet.“ Die Anwendung der Theorie über Kräfteverteilung, Krümmungslinien und statische Systeme beispielsweise, die Nutzung von Materialeigenschaften, das Abwägen zwischen kühner Kunst und handfestem Handwerk.

Wenn Sie sich von der Begeisterung der Schüler, Lehrer und Ingenieure anstecken lassen möchten, sind Sie herzlich eingeladen zum Belastungstest mit anschließender Bewertung der Jury:

Termin:  30. September, 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr

Ort:         HafenCity Universität, Hebebrandstr. 1, 22297 Hamburg

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