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Mit Technik an die Schulen: nah an der Praxis, eng am Nachwuchs
Verfasst von Andrea Mohr am 17. August 2011 - 11:46
Wirtschaftsrat Deutschland August 2011. Initiative NaT initiiert Kooperationen zwischen Unternehmen, Hochschulen und Schulen in der Metropolregion Hamburg.
Helle Schreibtische, große Zeichenbretter - ein schönes Büro an der Außenalster. Knapp zwanzig Jungen und Mädchen vom Gymnasium Osterbek sitzen zwischen gestandenen lngenieuren und - ganz wichtig - lngenieurinnen. Zeichnen, berechnen, diskutieren: Die Elftklässler haben die Brücken- und Tragwerksplanung in einer Einführung kennen gelernt und entwerfen nun selbst in Kleingruppen eine eigene Konstruktion für die Hafencity. Mathe, Physik und Asthetik sind gleichermaßen gefragt.
Ein wenig Unruhe bringt das schon in die Abteilung Brückenbau im lngenieurbüro derWTM Engineers GmbH in Hamburg. Aber die realistischen Arbeitsbedingungen für die Nachwuchsbrückenbauer sind den lngenieuren wichtiger als ihre Ruhe:Jederzeit sollen sich die Schüler mit ihnen austauschen können. "Wir wollen etwas gegen Technikmüdigkeit tun", sagt WTM Ceschäftsführer Stefan Ehmann und ergänzt: "Der Weg, den die lnitiative NaT eingeschlagen hat, ist goldrichtig."
Vor fünf Jahren hat sich die lnitiative auf den Weg gemacht, als durch die Hamburger Oberstufenreform erkennbar wurde: Wenn nicht etwas geschieht,verlieren die naturwissenschaftlichtechnischen Fächer deutlich an Profil - und Teilnehmerzahlen. "Wir mussten etwas tun", sagt Sabine Fernau, Mitgründerin und heute NaT-Geschäftsführerin. Die ldee: Den Jugendlichen im Schulunterricht verdeutlichen, wozu die Fächer Physik, lnformatik, Chemie und Mathematik nützlich sind.
"Wir tun dies im regulären Oberstufenunterricht und die Lehrer integrieren, soweit möglich, die lnhalte im Lehrplan", erklärt Sabine Fernau. Unternehmen wie WTM machen es möglich. Stefan Ehmann: "Unsere Ressourcen sind begrenzt. Solange wir aber die Begeisterung der Lehrer und der Schüler spüren, solange sind wir dabei."