Mehr MINT-Absolventen

„In den Naturwissenschaften, insbesondere im Ingenieur-Bereich, besteht großer Nachwuchs-bedarf. Die enge und frühzeitige Kooperation mit Schulen sowie Unternehmen ist ein guter Weg zu zeigen, wie attraktiv das Feld der Naturwissen-schaften ist. Das Hamburger Bündnis hat nicht nur eine Vorbildfunktion für andere Hochschulen, sondern für den Hochschulstandort Deutschland.“
Dr. Herlind Gundelach, Senatorin für Wissenschaft und Forschung

„Initiative NaT - Wir schmieden eine Bildungskette für Hamburg“ so lautet der Beitrag des Hamburger Verbundantrags im bundesweiten Hochschul-wettbewerb des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft: „Nachhaltige Hochschulstrategien für mehr MINT-Absolventen“. Kernpunkte des Verbundantrages der fünf Hamburger Hochschulen HCU, HSU, HAW, TUHH und UHH sind Maßnahmen mit denen die Zusammenarbeit  zwischen Schulen und Hochschulen auf- und ausgebaut werden soll. Ein Beispiel für diese hochschulübergreifende Zusammenarbeit aus dem Bereich Medizintechnik: Während die Schülerinnen und Schüler  an der TUHH die biomechanische Kräfte am Beispiel eines Hüftgelenks erarbeiten, messen sie an der HSU die Kräfte und daraus resultierenden Verformungen an einer Prothese. Das hat zwei positive Effekte, so NaT-Geschäftsführerin Sabine Fernau: „Für die Schüler bedeutet das eine konkretere Orientierung für ein mögliches Studium, sie erfahren vor Ort die unterschiedlichen Lehransätze der Hochschulen, für die Lehrer einen Zugewinn an Kompetenz.“
Dies gilt auch für eine Maßnahme, bei der insbesondere die Lehrerbildung im Focus steht: Eine konkrete Fragestellung aus der Praxis, in diesem Fall die des TÜV NORD zur Planung von Windparkanlagen, wird zu einer  Vorlesung und einem Didaktikseminar im Fach Mathematik der Universität Hamburg : „Es geht darum, den Praxisbezug in der Lehrerbildung auszubauen“, sagt Jens Struckmeier, Professor für Differentialgleichungen im Department Mathematik der Uni Hamburg, der das Team in Berlin unterstütze. Die Körber-Stiftung, die den Antrag maßgeblich koordinierte, freut sich über die Auszeichnung  des Hamburger Beitrags: „Die Bildungskette aus Hamburg hat damit deutlich an Zugkraft gewonnen“ so Matthias Mayer, Bereichsleiter Wissenschaft der Körber-Stiftung.

Über MINT-Wettbewerb: Stifterverband und Nixdorf Stiftung zeichnen vorbildliche Projekte aus
Absolventen der sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Natur und Technikwissenschaften) werden in Zukunft besonders gefragt sein. Die wesentlichen Gründe dafür sind ein wirtschaftlicher Strukturwandel hin zu einer forschungs- und wissensintensiven Gesellschaft und der demografische Wandel: Es gibt Ersatzbedarf für die in den Ruhestand gehende Generation von MINT-Fachkräften. Mit dem MINT-Wettbewerb ermuntern Stifterverband und Nixdorf Stiftung initiierten Wettbewerbs Hochschulen dazu, nachhaltig wirksame Ideen zu entwickeln, um die Zahl der Studienanfänger zu erhöhen, die Abbruchquoten zu senken und mehr internationale Studierende zu gewinnen.